Bochums Fussballchef ist für Wertung und Abbruch der Saison

4. Mai 2020 Aus Von Frank Kaminski

In der kommenden Woche fällt die Entscheidung, wie es beim Amateurfußball weitergeht. Bochums Fußballchef Leiendecker hat da eine klare Meinung.

Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Leiendecker befürwortet die Empfehlung des FLVW. ,,Angesichts der Tatsache, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt noch überhaupt nicht absehen können, inwieweit das Coronavirus den Fußball auch in der 2. Jahreshälfte beeinflussen wird, wäre es die beste Entscheidung die Saison abzubrechen. Damit verschaffen wir allen Vereinen schnellstmöglich Planungssicherheit.”

Auch wenn es im FLVW eine klare Tendenz gibt, die Saison nicht mehr zu Ende zu spielen, gilt es noch wichtige Details auf die Aufstiegsregelung zu klären. Im Raum stehen 3 Möglichkeiten, um Aufsteiger zu ermitteln:

  1. Wertung der Hinrundentabelle
  2.  den Tabellenstand zum Zeitpunkt der Unterbrechung im März
  3.  Quotientenregelung

Leiendecker bevorzugt eindeutig die letzte Option ! ,, Im Sinne der Fairness halte ich die Quotientenregelung, die alle bisher ausgetragenen Spiele wertet, für die gerechteste Lösung.” Berücksichtigt werden müssten hierbei allerdings auch noch ausstehende Nachholspiele. Um Härtefälle zu vermeiden, seien auch Ausnahmeregelungen denkbar, mit der gegebenenfalls mehrere Mannschaften bei eventueller Punktgleichheit, aufsteigen könnten.

Diskutiert wird darüber am kommenden Donnerstag, 07. Mai, wenn das FLVW Präsidium allen Kreisvorsitzenden seine Einschätzung vorstellt. Fest steht bereits:

  • es sollen keine Absteiger geben
  •  in der kommende Saison wird es eine weitere Landesligagruppe geben
  •  in der kommenden Saison wird es zwei neue Bezirksligastaffeln geben

Oberste Priorität sei es, eine im Verband einheitliche Lösung zu finden: ,, Unter den Kreisvorsitzenden gibt es ein großes Interesse an einem gemeinsamen Vorgehen, weswegen wir die Entscheidung des Verbandes in jedem Fall mittragen werden”, so Leiendecker. Das weitere Vorgehen bis zum endgültigen Beschluss im Juni solle auch weiterhin im engen Austausch mit den Vereinen erfolgen, so Leiendecker weiter.

,,Wir beraten uns derzeit fast täglich in Videokonferenzen über das weitere Vorgehen und wollen den Vereinen am liebsten so schnell als möglich eine endgültige Lösung präsentieren. Leider dauert das noch ein wenig, aber wir informieren unsere Vereine regelmäßig über den aktuellen Stand der Dinge.”